Die Entwicklung
des Wechsellader-Konzepts in Zinkenburg
Schon früh besaß die Feuerwehr Zinkenburg ein WLF (Wechselladerfahrzeug). Im Jahr 1998 beschaffte die Stadt ein Gebrauchtfahrzeug und ließ es zu einem Feuerwehrfahrzeug umbauen – schon damals waren die Vorteile dieses Systems offensichtlich.
Im Jahr 2006 folgte ein zweites Gebrauchtfahrzeug, dieses Mal jedoch mit einem fest montierten Kran. Dieser war essenziell, um die speziellen Container der Löschwasserversorgung abzusetzen. Zusammen mit dem AB-Rüst bildete dieses Fahrzeug fortan eine schlagkräftige taktische Einheit für die technische Hilfeleistung.
Im Jahr 2018 wurde das Wechsellader-Konzept durch die Beschaffung eines gebrauchten Anhängers für Abrollcontainer erweitert. Dies wurde unter anderem deshalb notwendig, da zwei Feuerwehrangehörige anboten, Fahrschulstunden für die LKW-Klasse (ehemals Klasse 2) durchzuführen, um die Förderung neuer Fahrzeugführer zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurde im WLF 2 eine zusätzliche Pedalerie verbaut, um das Fahrzeug als Ausbildungsfahrzeug nutzen zu können.
Ein wichtiger Meilenstein war das Jahr 2012: In diesem Jahr übernahm der Landkreis das erste WLF1 was inzwischen in die Jahre gekommene Fahrzeug, samt aller anfallenden Unterhaltskosten. Gleichzeitig beschaffte der Kreis einen neuen AB-Atemschutz. Damit wurde das Fahrzeug offiziell zum Kreisfahrzeug, blieb jedoch weiterhin am Standort Zinkenburg stationiert, um die überörtliche Hilfeleistung sicherzustellen.
Als Ersatz für einen GW-Atemschutz wurde zunächst im Jahr 1999 ein gebrauchter Container beschafft und in Eigenleistung überholt. Ein Jahr später folgte der AB-Rüst, der aufgrund der direkten Autobahnlage eine unverzichtbare Ergänzung darstellte und dies bis Heute ist.
Im weiteren Verlauf folgten eine Mulde sowie ein Druck-/Tank-Container, der primär für Chemieunfälle vorgesehen war, aber auch zum Löschwassertransport genutzt werden konnte. Im Jahr 2022 wurde dieser Container aufgrund von Platzmangel infolge von Modernisierungsmaßnahmen der Feuer und Rettungswache Zinkenburg in ein anderes Stadtgebiet versetzt und schließlich 2025 verkauft. Mittlerweile ist ein Nachfolger im Dienst, der den alten AB Tank ersetzt. Da dieser vollständig vom Kreis finanziert wurde, wird er aus Platzgründen vorerst nicht in das Zinkeburger Stadtgebiet zurückkehren.
im Jahr 2003 begannen die Kameraden mit einem ambitionierten Eigenbau: dem AB-Löschwasserversorgung. Dieser besteht aus:
einer flachen gebrauchte Mulde,
fünf Tragkraftspritzen (TS 8/8),-Aus Lagerbeständen
und sogenannten Rüstcontainern nach österreichischer Norm, die gebraucht erworben und für die eigenen Zwecke umgebaut wurden.
Eine zusätzlich angebrachte Haspel rundete das Konzept für kurze Zeit ab.
Obwohl die Sinnhaftigkeit dieses Containers immer wieder in der Kritik stand, ist man heute froh, ihn weiterhin im Fuhrpark zu haben.
Seit 2021 gibt es im gesamten Stadtgebiet nämlich nur noch ein einziges Fahrzeug, das eine Tragkraftspritze mitführt: dies war ein TSF-W der FF Gommersheim, welches im Jahr 2025 durch ein neues MLF ersetzt wurde. Auch dieses neue Fahrzeug verfügt wieder über eine Tragkraftspritze.
Somit ist die Feuerwehr mit dem AB-Löschwasserversorgung für die Wasserförderung über lange Wegstrecken sowie für die Wasserentnahme aus offenen Gewässern bestens gerüstet. Abgerundet und verstärkt wird dieses starke Konzept durch die Unterstützung des SW 2000, wodurch eine schlagkräftige Einheit für die Wasserversorgung entstanden ist.
AB Atemschutz
AB rüst-
AB-tank